Vasculäre Demenz - begrenzbares Risiko

Die zweithäufigste Demenzursache sind Durchblutungsstörungen im Gehirn (ca. 20% aller Demenzerkrankungen). Durch Gefäßverengungen oder -verschlüsse kommt es zu Versorgungsmängeln, die zu einer Schädigung von Nervenzellen führen. Die Folge sind kleine oder größere Hirninfarkte (Infarkt = Unterversorgung). Wenn viele kleine oder wenige größere Hirninfarkte aufgetreten sind und die Hirnschädigungen ein großes Ausmaß erreicht haben, bildet sich eine Demenz aus.

Durchblutungsstörungen im Gehirn können durch drei unterschiedliche Mechanismen ausgelöst werden:

  • ein Blutgerinnsel verschließt ein Blutgefäß ganz oder teilweise. Dies kann sich entweder direkt am Ort des Verschlusses gebildet haben oder mit dem Blut dorthin gespült worden sein
  • durch eine Blutung: ein Blutgefäß kann porös sein und dadurch platzen
  • durch krampfartiges Zusammenziehen eines Blutgefässes, welches dann nicht mehr genug Blut transportieren kann.

Wenn Gehirngewebe aufgrund einer Durchblutungsstörung nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird, stirbt es binnen weniger Minuten ab. Je nach Größe des betroffenen Hirnbereichs ist der Ausfall sofort zu bemerken – dann spricht man von einem Schlaganfall – oder tritt als so genannte Multi-Infarkt-Demenz erst in Erscheinung, wenn sich eine Anzahl kleiner Schädigungen überlagert. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko für eine vaskuläre Demenz:

Wird die Schädigung der hirnversorgenden Gefäße und damit die Durchblutungsstörung des Gehirns verhindert, kann auch die Gefahr der vaskulären Demenz begrenzt werden.